Unternehmen setzen sich im Rahmen verschiedener Initiativen, wie z.B. der Science Based Targets Initiative, über sehr lange Zeiträume (häufig bis 2050) ambitionierte Netto-Null-Ziele. Dabei wird Klimaschutz regelmäßig ausschließlich als Reduktionsaufgabe verstanden. Dies wird aber der Dringlichkeit der Thematik nicht gerecht, denn man übersieht hier leicht einen entscheidenden Punkt.
Die Emissionen auf dem Weg zu Netto-Null
Auch wenn ein Unternehmen seine Emissionen Jahr für Jahr senkt, verursacht die Geschäftstätigkeit bis zum Erreichen des Netto-Null-Zieles weiterhin Emissionen. Diese Emissionen verschwinden nicht – sie addieren sich über die gesamte Transformationsphase hinweg. In Summe entsteht so eine Menge, die etwa dem Zehnfachen des heutigen Jahresausstoßes entspricht.
Unternehmen, die ausschließlich auf langfristige Reduktion setzen, riskieren daher, über ein Jahrzehnt an Klimawirkung zu verlieren.
Wie Unternehmen die verbleibenden Emissionen wirksam adressieren
Ein ganzheitlicher Klimaschutzansatz umfasste mehr als interne Reduktionsmaßnahmen. Ein zentraler Baustein ist die Unterstützung hochwertiger Klimaschutzprojekte außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette. Mit der Förderung hochwertiger Klimaschutzprojekte werden global Emissionen vermieden und damit die Auswirkungen nicht anderweitig vermeidbarer Emissionen auf das Klima reduziert.
Reduktion und projektbasierte Klimaschutzbeiträge gehören zusammen
Es geht nicht darum, interne Maßnahmen (Reduktion) gegen projektbasierte Emissionsminderungen auszuspielen. Glaubwürdiger Klimaschutz entsteht erst durch die Kombination beider Ansätze. Unternehmen, die Verantwortung übernehmen, kümmern sich nicht nur um die Emissionen, die sie in Zukunft vermeiden wollen, sondern auch um jene, die heute und in den kommenden Jahren entstehen. Eine vollständige Strategie umfasst beide Seiten der Aufgabe.
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