Konsum

Nachhaltiger Konsum | Lebensmittel nicht wegwerfen | Online- vs. Offline-Shopping | Bio-Produkte | Produkte der Saison | Verpackung

Nachhaltiger Konsum

Nachhaltig Einkaufen bedeutet vor allem auch, darauf zu achten, dass man ökologisch und sozial unbedenkliche Produkte kauft. Das bedeutet beispielsweise, dass bei der Produktion möglichst wenige und nur erneuerbare natürliche Ressourcen verbraucht werden, keine giftigen und Umwelt schädlichen Stoffe verwendet werden und, dass die an der Herstellung beteiligten Arbeiter unter guten Bedingungen arbeiten und angemessen bezahlt werden. Beim Kauf von energieverbrauchenden Geräten sollte man zusätzlich noch darauf achten, dass das Gerät einen niedrigen Energieverbrauch hat. Artikel zu reparieren oder secondhand zu kaufen, ist ebenfalls eine Möglichkeit, Ressourcen zu schonen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

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Weniger Lebensmittel in den Müll werfen

Der Weg unserer Lebensmittel vom Kühlschrank zur Mülltonne ist oftmals sehr kurz. Wissenschaftler der Stuttgarter Universität haben im Auftrag des BMELV ermittelt, dass durch deutsche Haushalte pro Kopf im Jahr Lebensmittel im Wert von 200-260 Euro weggeworfen werden. Die für die Bereitstellung der Lebensmittel (Herstellung, Verpackung, Lagerung, etc.) aufgewendeten Ressourcen gehen damit zum Großteil verloren und CO2-Emissionen sind umsonst entstanden. Deshalb sollten Sie durch Ihre Kaufentscheidungen und Essgewohnheiten bewusst weniger Lebensmittel für die Mülltonne „übrig“ haben. Das spart Ihnen bares Geld und schont das Klima. Mit Ihrem Konsumverhalten haben Sie auch Einfluss auf das Angebot in Geschäften und Restaurants.

Link zur Kurfassung der Studie auf der Seite des BMELV

Reduktionspotential jährl. ca. 150 - 250 kg CO2 pro Kopf
Kosteneinsparung Ja [200-260EUR/(Kopf*Jahr)]
Umsetzbarkeit Leicht
Verhaltensänderung Gering - Deutlich

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Online-Shopping ist klimafreundlicher als Einkauf mit dem Auto

Die Anlieferung häufig online bestellter Non-Food-Artikel durch einen Post-/Paketdienst verursacht im Durchschnitt 181 g CO2 pro Artikel. Mit dem Auto zum Geschäft zu fahren um einen Artikel zu besorgen verursacht schnell die 24-fache Menge, nämlich 4.274 g CO2. Durch die Kombination mit anderen Aktivitäten, wie z.B. Freunde treffen oder weitere notwendige Einkäufe tätigen, lässt sich der CO2-Ausstoß für die mit dem Auto besorgten Artikel verbessern. Der geringste CO2-Ausstoß ergibt sich jedoch noch immer, wenn der Einkauf per Fahrrad bzw. zu Fuß erledigt wird oder die Produkte, wie z.B. Musik- / Videodateien, per Download „geliefert“ werden.

Reduktionspotential bis zu 4 kg CO2 pro Einkauf
Kosteneinsparung Ggf.
Umsetzbarkeit Leicht
Verhaltensänderung Gering - Deutlich

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Bio-Produkte

Geben Sie Bio-Produkten bei Ihrem Einkauf den Vorzug. Mit Bio-Produkten können Sie gegenüber konventionellen Produkten laut einer Studie des Öko-Instituts e.V. Ihre CO2-Emissionen aus Lebensmittelkonsum um bis zu 15% reduzieren. Für die einzelnen Produktgruppen ergeben sich folgende Einsparungen: Milchprodukte: 6-12% Backwaren: 20-25% Fleisch: 7-17%, Gemüse: 10-30%

Reduktionspotential jährl. ca. 250-300 kg CO2 (gegenüber konventioneller Mischkost)
Kosteneinsparung Nein
Umsetzbarkeit Leicht
Verhaltensänderung Gering

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Obst und Gemüse der Saison

Kaufen Sie Obst und Gemüse nach Möglichkeit dann, wenn diese in Ihrer Region wachsen. Werden Obst und Gemüse außerhalb der Saison in Gewächshäusern angebaut oder über große Entfernungen transportiert, verursacht dies hohe CO2-Emissionen. Zum Beispiel belastet ein kg Tomaten außerhalb der Saison Ihre Klimabilanz mit 3,13kg CO2. In der Saison sind es nur 0,3kg CO2.

Reduktionspotential Mittel
Kosteneinsparung Ja
Umsetzbarkeit Leicht
Verhaltensänderung Gering

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Verpackung vermeiden

Kaufen Sie Produkte nur in notwendigen und ökologischen Verpackungen. Eine Plastiktüte verbraucht mehr Ressourcen und ist klimaschädlicher als eine Papiertüte aus Recyclingpapier. Lebensmittel, die Sie auch ohne Verpackung bekommen, sollten Sie auch ohne kaufen. Eine im Supermarkt häufig vorzufindende Verpackung um Käse- oder Wurstprodukte wiegt ca. 20g und verursacht 80g CO2-Emissionen. Absolut gesehen ist dies zwar keine sehr große Menge. Die CO2-Emissionsbilanz des verpackten Produktes erhöht sich dadurch aber leicht um 30%.

Reduktionspotential Klein
Kosteneinsparung Ggf.
Umsetzbarkeit Leicht
Verhaltensänderung Gering

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